Baumschule
In unserer Baumschule werden junge Bäume gezielt herangezogen und gepflegt um ihr ganzes Potenzial auszuschöpfen. Sind die Bäume gross genug, gelangen sie in den Verkauf oder werden in die Obstplantagen integriert.
BESTAND
Sorte | Selbstfruchtbar | Verfügbarkeit |
Sunflower | ja | ja |
Prima 1216 | ja | ja |
Overleese | nein | ja |
Mango | nein | ja |
NC1 | nein | ja |
Sweet Alice | nein | ja |
Davis | nein | ja |
Preise können je nach Alter und Grösse der Pflanze variieren und sind deshalb nur auf Anfrage erhätlich
WISSENSWERTES
Aus eigener Erfahrung
Bei der Pflanzung von wurzelnackten Veredlungen sind die Ausfälle sehr hoch. Es wird deshalb nicht empfohlen, wurzelnackte Pflanzen zu setzen.
Sunflower und Prima können als Einzelbaum gepflanzt werden (selbstfruchtbar), Overleese braucht eine andere Sorte als Befruchter. Prima ist bei uns eher ertragreicher als die Sorte Sunflower (in Deutschland war allerdings Sunflower in Versuchen die ertragreichste Sorte). Die Bäume von Overleese und Prima bleiben eher kleiner (2,5-3,5m).
Die Pflanzen sollten in den ersten Jahren einen Pfahl bekommen (stehen später aber alleine). Es ist kein Drahtgerüst nötig, Bewässerung bei Trockenheit zu empfehlen.
Der Boden sollte tiefgründig sein bei einem pH-Wert zwischen 5,5 und 8 (Pfahlwurzel).
Die Bäume wachsen in den ersten Jahren normalerweise nur wenig. Ab dem dritten bis fünften Standjahr bei einem Stammdurchmesser von ca. 3 bis 5 cm beginnen die Bäume in der Regel zu tragen (einzelne Früchte sind aber auch schon ab dem zweiten Standjahr möglich).
Die Erträge sind allgemein nicht sehr hoch, sind aber beim Anbau verschiedener Sorten in der gleichen Pflanzung besser. Mit gezieltem Auslichten bei älteren Bäumen ist der Ertrag ebenfalls besser (2010 nach 1. Schnitt im 11. Standjahr in Mammern). Einzelbäume der Sorte Sunflower haben teils nur ca. 20 oder dann bis zu 100 Früchte (Einzelbaum ca. 8 jährig in Berlingen im 2009). Amerikanische Quellen gehen von 2 bis 3 kg Früchten pro m2 im Durchschnitt aus. Bei uns bin ich bisher aber noch nicht auf diese Erträge gekommen.
Im Geschmack unterscheiden sich die Sorten nur wenig, persönlich mag ich NC1 am liebsten. Die Blüten erscheinen zahlreich an den einjährigen Trieben, aber in der Regel erst Ende der Apfelblüte. Blütenfröste sind deshalb kaum mehr möglich. Der Anbau in Höhenlagen ist grundsätzlich möglich, da die Pflanze äusserst frosthart ist. Die Asimina kommt wild bis ins südliche Kanada hinauf vor. Ab ca. 700 m über Meer reifen die Früchte aber nicht mehr sicher jedes Jahr aus (Alpennordseite). An sonnigen Hauswänden sollten die Früchte aber auch in höheren Lagen noch ausreifen. Im Wallis sind versuchsweise Indianerbananen bis 1400 Meter über Meer an einer Südwand gepflanzt worden.
Die Reife setzt gleichzeitig mit dem Einsetzen der Herbstfärbung ein. Bei beginnender Reife sollte man ca. 1 bis 2 mal pro Woche die noch hängenden Früchte kontrollieren und die aufhellenden und etwas weich werdenden Früchte ernten. Es muss jeweils der ganze Fruchtstand zusammen geerntet werden. Es hängen bis zu zehn Früchte am selben Stiel. Wir verkaufen frische Früchte jeweils während ca. zwei Monaten (ohne Kühllagerung).
Preise: 2 Fr. pro Stk. (mittlere Fruchtgrösse ca. 200g) = 10 CHF/kg
Bei der Direktvermarktung in Agglomerationen kann eher mehr verlangt werden. Der Preis wird ohne weiteres bezahlt. Ein weiterer Direktvermarkter aus der Region verlangt 11.50 CHF/kg. Auch in den USA wird die Indianerbanane nicht über Grossmärkte, sondern nur über Lokalmärkte und Bioläden verkauft. Die Indianerbanane ist eine Rarität, die ihren Preis haben darf!